Spezielle Bewehrungssysteme: Zugstangen vs. Flachzugstangen

Um sich an unterschiedliche Architekturstile, variierende Wandstärken und regionale Arbeitsgewohnheiten anzupassen, bietet GETO zwei primäre Bewehrungsmethoden an. Das Verständnis der Unterschiede zwischen diesen Systemen ist entscheidend für Bauingenieure und Beschaffungsspezialisten, die Kosten und Bauzeit optimieren möchten.
Das Spurstangensystem
Das Zugankersystem ist eine traditionelle Bewehrungsmethode, die seit Jahrzehnten weltweit im Betonbau eingesetzt wird. Es hat sich bewährt und ist nach wie vor die bevorzugte Wahl für viele anspruchsvolle Anwendungen.
| Besonderheit | Beschreibung |
| Mechanismus | Verwendet werden hochfeste Stahlstäbe, die durch die gesamte Wandstärke verlaufen und mit Gewindemuttern und Kunststoff- oder Metallkegeln auf beiden Seiten der Schalung befestigt sind. |
| Anwendung | Ideal für komplexe Konstruktionen und Projekte, bei denen die Wandstärke 400 mm überschreitet. Häufig verwendet für Schubwände, Aufzugsschächte, Stützmauern und dicke Infrastrukturwände bis zu 1000 mm. |
| Oberflächenbeschaffenheit | Nach dem Abbeizen bleiben kleine, kegelförmige Löcher (20–30 mm Durchmesser) in der Wandoberfläche zurück. Diese Löcher lassen sich leicht mit schrumpffreiem Fugenmörtel verschließen. |
| Vorteile | Sorgt für ein außergewöhnlich gleichmäßiges Formergebnis. Extrem hohe Seitendruckbeständigkeit, geeignet für hohe Betonierarbeiten (z. B. Wandhöhen über 5 m). Sehr gut anpassungsfähig für Sanierungsprojekte mit unterschiedlichen Strukturgeometrien. |
Das Flachbandsystem
Das Flachankersystem ist eine neuere Innovation, die vor allem im Hochhauswohnungsbau, insbesondere in Märkten mit hohen Lohnkosten oder wo ungelernte Arbeitskräfte häufig vorkommen, große Beliebtheit erlangt hat.
| Besonderheit | Beschreibung |
| Mechanismus | Es werden flache, dünne Stahlverbinder (2–3 mm dick, 30–40 mm breit) verwendet, die senkrecht zwischen die Kantenprofile benachbarter Aluminiumpaneele eingesetzt werden. Ein Bohren durch die Paneeloberfläche ist nicht erforderlich. Die Verbinder werden mit Keilen oder Stiften fixiert. |
| Anwendung | Ideal für Standard-Wohnhauswände (100–250 mm). Am häufigsten verwendet für Wände mit einer Dicke zwischen 150 mm und 200 mm. |
| Oberflächenbeschaffenheit | Hinterlässt keine Löcher in der Betonoberfläche. Der Teil des Ankers, der durch die Wand ragt, wird abgebrochen oder abgeschnitten, sodass eine saubere, lochfreie Oberfläche entsteht. |
| Vorteile | Dieses System ist besonders effizient, da kein Bohren durch die Paneele erforderlich ist. Es benötigt weniger Zubehör und wird aufgrund der vereinfachten Montage und des hervorragenden vertikalen Gusseffekts häufig auf internationalen Märkten bevorzugt. Schnellere Installation, kein Ausbessern von Löchern nötig – das spart Arbeitsaufwand und Material. |
GETO bietet beide Systeme als vollständig integrierte Bestandteile seines Schalungsangebots an, sodass Kunden je nach Wandstärke, Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte und Projektzeitplan das passende System auswählen können.




